Der Traum vom Traumberuf und was eigentlich die Aufgabe von Arbeit ist

Wer wünschst sie sich nicht, die Traumarbeit die endlich alle eigenen Ansprüche erfüllt, wo man morgens glücklich aufsteht, zur Arbeit hüpft, lauter nette Menschen trifft, die Welt rettet und Abends tief befriedigt heim geht, selbstverständlich früh genug um noch Zeit für all die anderen schönen Dinge zu haben denen man sich gerne widmet.

Ich will jetzt auch gar nicht dagegen reden, denn ganz ehrlich: so eine Arbeit ist klasse.

Wo ich allerdings dagegen reden möchte ist die Auffassung, man würde diese Arbeit einmal finden, dann für alle Zeit behalten und überhaupt wären damit alle persönlichen, emotionalen und familiären Probleme gelöst. Denn der Traum von der Traumarbeit ist nicht statisch. Er verändert sich. Und das ist gut so.

Wer hat sich bereits mit Theorien zur menschlichen Entwicklung im Erwachsenenalter beschäftigt? Eine wichtige Theorie ist die von Robert Kegan, wunderbar dargestellt und auf den Arbeitskontext angewendet von Jennifer Garvey Berger in „Changing on the Job: Developing leaders in a complex world“. Die Kernaussage ist, dass menschliche mentale Entwicklung in aufeinanderfolgenden Stufen erfolgt, und mit jeder folgenden Stufe in immer größerem Maße fähig ist, Komplexität zu erfassen. Dies umfasst das eigene Selbstverständnis und das Verständnis der eigenen Rolle in sozialen Kontexten, inklusive der Rolle in meinem Arbeitskontext. Zu Beginn der Reise bin ich vielleicht der Auffassung, der Grund dafür dass mein Chef mich so selten zu einem meeting einlädt liegt darin, dass er mich nicht für fähig hält, die Aufgabe gut zu erfüllen. Mein Selbstbild ist das eines Erfüllergehilfen, der sich stark an der Meinung anderer über ihn orientiert. Später interpretiere ich die gleiche Situation vielleicht dahingehend, dass ich selber wenig um meetings gebeten habe. Mein Selbstbild ist stärker auf meine Fähigkeit zur Selbststeuerung ausgerichtet. Und noch später beziehe ich vielleicht die inneren Überlegungen des Chefs, die weiteren Betriebsabläufe und meine eigene wahrscheinliche Außendarstellung in mein Sinngeben mit ein, oder frage gar danach. Mein Selbstbild hat eine weitere Komplexitätsstufe erreicht, und ich erlebe mich als ständig Werdende.

Was geschieht mit der Traumarbeit, wenn ich selber ständig wachse und mein Sinngeben sich verändert? Natürlich, ich wachse aus ihr heraus. Und in eine neue hinein. Die Umgebung, in der ich professionall aktiv bin, muss mich vor strukturell neue und andere Herausforderungen stellen, damit der Traum weiterhin der Traum bleibt. Sonst wäre er ja Wirklichkeit. Und wo bliebe da das kreative Potenzial?!

Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und behaupten, dass die Aufgabe von Arbeit für den einzelnen Menschen genau diese ist: ihn beim inneren Wachsen zu unterstützen. Ich wiederhole das nochmal, denn es ist eine große Aussage: die Aufgabe von Arbeit für den einzelnen Menschen in der Welt in der wir heute in Deutschland leben ist, ihn bei der eigenen inneren Entwicklung zu unterstützen. Damit es ganz deutlich wird: hier steht nicht, die Aufgabe der Arbeit sei es, den Menschen zu ernähren. Hier steht, die Aufgabe der Arbeit ist es, den Menschen zu entwickeln. Jetzt darf man gerne an Maslow und seine Bedürfnispyramide denken.

So eine Hypothese hat viele Implikationen für die Art und Weise wie wir Arbeit strukturieren und welche Unterstützungsmaßnahmen wir den Menschen auf der Arbeit zur Verfügung stellen.

Als Coach interessiert mich in erster Linie, Menschen auf ihrem Entwicklungsweg zu begleiten. Entweder in der Arbeit in der sie bereits tätig sind, oder auf dem Weg in eine andere, sei es in einen anderen Job, oder auf dem Pfad der Selbstständigkeit. Denn es geht nicht (nur) um die Arbeit. Es geht um den Menschen und die innere Entwicklung, die durch die Arbeit geschieht. Das ist die eigentliche Arbeit!

In diesem Sinne beende ich den heutigen Blogpost mit einem Jahresendeangebot: wenn du daran interessiert bist, deine innere Entwicklung und dein inneres Wachstum durch den Job zu fördern in dem du aktiv bist, dann schreib mir eine email und bewirb dich um eins von drei meiner Jahresendpakete, indem du mir eine email sendest und kurz dein Anliegen beschreibst. ursel.biester@gmail.com

Bis zum 24.12. führe ich per Skype kostenlose Erstgespräche in denen wir dein Thema betrachten und auf den Punkt bringen. Du profitierst von diesem Gespräch auf jeden Fall, egal ob wir danach entscheiden weiter zusammen zu arbeiten oder nicht. Wenn ja, dann darfst du dich auf ein spezielles Jahresendeangebot freuen, das ich dir dann vorstellen werde.
ursel.biester@gmail.com

City Walk About

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Ein City Walk About ist eine Einladung, einer wichtigen persönlichen Frage Raum zu geben und unvorhergesehene Antworten zu finden.

Würdest du gerne wissen, wie du dich entscheiden sollst? Suchst du Inspiration für den nächsten Schritt? Willst du erfahren, wohin es dich wirklich ruft? Willst du auch als Stadtmensch die Verbindung mit deiner Natur erleben?

Traditionelle Walk Abouts werden von den Aborigines unternommen, als Initiationsritus ins Erwachsenenalter. Vor allem junge Männer begeben sich für längere Zeit alleine in die Natur. Dabei wird der eigenen Intuition Raum gegeben sich zu zeigen. Ein Walk About erneuert die Verbindung zur Natur: sowohl zur Umgebung die man bewohnt als auch zur eigenen inneren Natur. Diese Erfahrung wird danach ins gemeinschaftliche Leben integriert.

Ein City Walk About knüpft an diese Tradition an und adaptiert sie für die heutige Zeit und ein Leben in der Stadt.

Wenn du deine Sinne schärfen willst um die Nachrichten deiner Umgebung zu verstehen und zu deuten, wenn du einer wichtigen persönlichen Frage nachgehen möchtest ohne dich in Für- und Wieder Gedankenschleifen zu verlieren, wenn du deine eigene Verbindung mit der Stadt erfahren willst, oder wenn du einfach neugierig bist, dann komm zum City Walk About.

Wir nehmen uns Zeit um anzukommen und aus dem Alltag auszusteigen, danach begeben wir uns auf einen 90-minütigen Gang durch die Stadt, aber diesmal mit anderen Augen als bei einem gewöhnlichen Spaziergang. Abschließend kommen wir wieder zusammen und teilen unsere Erlebnisse.

Wo: Akademie für Visionautik, Görlitzer Strasse 65, 10997 Berlin
Wann: 02.06.2016
Beginn: 16:30
Ende: 19:30
Kostenpunkt: 20 Euro

Bitte meldet euch an, indem ihr eine email schreibt an: ursel.biester@gmail.com
Oder indem ihr mir einer Nachricht auf Facebook hinterlasst.

Ursel Biester ist Seminarleiterin, Coach und Autorin. Die Thematik der äußeren Reise als Metapher für die innere Reise einer persönlich menschlichen Entwicklung hat sie in ihrem Buch ¨my personal journey¨ bearbeitet. Weitere Informationen: http://quest-on.eu/keep-on-exloring/

 

Selbstständigkeit ist Selbst Sein…mit Allem.

 

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Der Grund warum wir selbstständig sind ist nicht weil wir irgendwie Geld verdienen wollen. Dann wären wir angestellt. Der Grund warum wir selbstständig sind, ist weil wir an unserer persönlichen Wachstumsgrenze stehen wollen. Wir wollen leben. Wir wollen spüren wo der Schmerz sitzt und die Freude, und wir wollen uns herausfordern. Wir wollen nicht einfach nur das tun was wir können und was wir immer getan haben, sondern wir wollen wachsen. Das soll keine Überforderung sein, denn abstürzen wollen wir auch nicht. Aber das, was uns lebendig hält ist nicht das, was wir bereits kennen, sondern das, was uns ruft.

Deswegen sind wir selbstständig. Weil es uns die Freiheit gibt, immer wieder genau dort zu arbeiten, wo die Sehnsucht hin geht.

Lustigerweise wissen wir zu Beginn der Reise nicht genau, wo sie enden wird und wie das Produkt oder das Angebot aussieht, was wir herausbringen werden. Aber wir wissen: es wird unseres sein. Es wird genau auf unserer Learning Edge stehen, es wird uns herausfordern und es wird uns so vieles lehren, was wir noch nicht kennen. Es wird uns als Person berühren und es wird uns wieder mehr und mehr und mehr mit der Welt um uns herum in Kontakt bringen: mit den Menschen mit denen wir arbeiten, mit den Themen die wir bewegen, mit unserer Weltsicht und sogar mit unserer körperlichen und geistigen Gesundheit. Mit unserer Kreativität. Denn ein Produkt zu erschaffen ist ein kreativer Akt. Ein Aufbruch ins Ungewisse. Ein Abenteuer.

Die Gründe warum wir aufbrechen sind vielfältig: einige wollen lernen was es bedeutet anderen Menschen zu dienen, einige wollen lernen was es heißt so viel Selbstwert zu fühlen dass sie sich trauen einen finanziellen Gegenwert für ihre Arbeit zu verlangen, wieder andere wollen lernen diese sehr zerbrechliche Schönheit, die wir unsere Kreativität nennen, anfassbar zu machen und ihr einen Ausdruck zu verleihen. Egal was der Grund ist: was uns ruft ist die Sehnsucht danach lebendig zu sein. Wie sagte Frederik Büchner: The place where your deepest gladness and the world´s hunger meet, there lies your calling.

Ich glaube nicht, dass es DEN einen Ruf gibt in unserem Leben, aber ich glaube, dass immer wieder neu ein Ruf an uns ergeht. Ich glaube auch, dass es wichtig ist, ihm zu lauschen und ihm zu folgen. Für sich selbst genauso wie für andere.

Auf manchen Strecken ist es freudvoll diesem Ruf zu folgen, manchmal ist der Weg rauh und anstrengend. Manchmal weiß man noch nichtmal, ob man überhaupt noch drauf ist, oder schon längst abgekommen. Dafür ist der Coach da, als Sherpa. Ankommen werden wir so oder so, aber mit Begleitung dauert der Prozess vielleicht nicht 3 Jahre, sondern nur 3 Monate. So dass danach noch eher der nächste Ruf erfolgen kann. Ganz anders vielleicht, dieses Mal.

Mit dem was wir liebend gerne tun erfolgreich sein

 

bg-quest-onVor Kurzem erzählte mir jemand in einem Coaching Gespräch, dass er arbeiten möchte, um sein Herzensprojekt in die Welt zu bringen. Er könne das aber nicht in dem Umfang tun in dem er es möchte, weil er mit anderem Arbeiten Geld verdienen müsse. Ich fragte ihn, warum er denn die Arbeit tut, die er tatsächlich tut. „Um Geld zu verdienen“, sagte er.

Da mussten wir beide herzlich lachen.

Manchmal verlieren wir in unserem Leben den Bezug zu den Gründen, weswegen wir arbeiten. Weswegen wir uns auf den Weg gemacht haben, um unsere Projekte zu starten, und um Selbstständig tätig zu sein.

Oder wir trauen uns gar nicht anzufangen, weil wir davon ausgehen das ginge nicht: mit dem was uns glücklich macht auch erfolgreich zu sein. Es gibt Ängste die uns abhalten, oder hinderliche Glaubenssätze, oder manchmal auch einfach nur die Unwissenheit, wie wir vorangehen sollen.

Mein Wunsch ist es, Unternehmende bei der Umsetzung ihrer Herzensprojekte zu begleiten. Ich möchte, dass ihre Träume Wirklichkeit werden.

Ich coache kreative UnternehmerInnen, die ihre Arbeit mit Inspiration und Überzeugung tun. Ich begleite sie durch den Prozess ihre Vision, ihre Zielgruppe und ihr Angebot ganz konkret zu benennen und mit den Menschen in Kontakt zu kommen, die davon profitieren können. Wie ich das mache, steht hier beschrieben.

Ich biete jeden Monat 3 neue Plätze für ein Coaching an.

Wer Interesse an einem dieser Plätze hat, der kann sich bis zum 20. für ein kostenloses Erstgespräch bewerben. Im Erstgespräch schauen wir ganz unverbindlich wo du gerade stehst, was dein Projekt ist das in die Welt will, und was dir noch im Weg steht. Das Gespräch gibt dir auf jeden Fall viel Klarheit, egal ob wir dann entscheiden zusammen zu arbeiten oder nicht.

Ich biete die Erstgespräche und das Coaching per Skype und persönlich an.

Wenn dich das interessiert, bewerbe dich bis zum 20. mit einer kurzen email, in der du deine Motivation für ein Coaching beschreibst. First come first served! ursel.biester@gmail.com

Ich freue mich auf alle Unternehmenden, die ihre Projekte mit Freude in die Welt bringen möchten!

Event: Travel Slam am 12. Februar in Berlin (VHS Mitte)

Coach und Autorin Ursel Biester unternimmt 2011 nach dem Studium eine Europareise zum Thema „Gemeinschaft“, um den Lebensabschnitt „Studium“ abzuschließen. Es wird ein Aufbruch ins Ungewisse mit dem Plan, keinen Plan zu haben. Stattdessen lässt sie sich von Ort zu Ort weiterempfehlen. Sie startet in Dänemark, bereist Süddeutschland, Nordspanien, Portugal und wieder Spanien. Sie besucht auf ihrer Reise pädagogische Programme, Unternehmen und Lebensgemeinschaften und fragt sich: Was macht Gemeinschaft aus? Und: Wie gelingt es, in einer Gemeinschaft Individuum zu bleiben?

Ihre Erlebnisse schildert Ursel Biester beim Travel Slam am 12. Februar in Berlin (VHS Mitte).

SO EINFACH WIE SELBSTLIEBE

Selbstliebe. Als ob das etwas unnatürliches wäre. Als ob man darauf viele Gedanken, oder sonstigen Aufwand verwenden müsste.

Wenn ich mit Menschen darüber spreche kommt als erstes oft eine Entschuldigung: ja, ich sollte mich mehr lieben. Oder: ja, ich sollte mich selbst weniger lieben. Das Wort Narzissmus fällt. Oder der Gedanke: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Wie dich selbst.

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KEEP ON EXPLORING

Reisen haben mich schon immer fasziniert. Entdeckt habe ich diese Faszination als ich 16 war: damals ging ich für ein halbes Jahr nach Chile. Was mir allerdings erst später in meinem Leben klar wurde, ist dass Reisen auf ganz viele verschiedene Arten und Weisen passieren können. Eigentlich ist das ganze Leben eine Reise.

Wir können eine echte, physische Reise machen, an einen weit entfernten Ort fahren und etwas Neues entdecken. Oder wir können zu Hause bleiben und eine bestimmte Zeit, zum Beispile eine Woche, einem bestimmten Thema widmen. Egal welchen Rahmen wir wählen, der Sinn und Zweck ist, uns auf eine Frage zu konzentrieren, oder auf eine Sehnsucht die uns ruft. Sobald wir dieses Ziel anvisiert haben, lassen wir los. Wir öffnen die Augen und lassen uns einfach wie von selbst auf das Ziel zu ziehen.

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